Digitale Kompetenzen im Kindergarten spielerisch entdecken
Digitale Kompetenzen im Kindergarten spielerisch entdecken
Digitale Medien gehören längst zur Lebenswelt von Kindern – auch im Kindergarten. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Zugang zu Geräten, sondern vor allem ein sinnvoller und altersgerechter Einsatz im Unterricht. Die folgenden Beispiele zeigen, wie Kinder erste digitale Kompetenzen spielerisch und forschend entwickeln können. Damit die Kinder auch selbstständig arbeiten können, sind Bilder-Anleitungen mit den einzelnen Schritten unverzichtbar.
Spielerischer Einstieg mit Tiptoi
Digitale Medien werden im Kindergarten zunächst als Lernwerkzeug im Freispiel erlebt. Tiptoi-Bücher und -Puzzle ermöglichen den Kindern, Inhalte selbständig zu entdecken und auditiv zu erkunden. Während der Tischspielzeit oder im Freispiel arbeiten die Kinder einzeln oder gemeinsam an einem Thema, beispielsweise zu Tieren oder zur Natur. Mehrere Kinder können gleichzeitig mit einem Stift arbeiten und gemeinsam Geräusche, Informationen oder Suchspiele entdecken. So entsteht eine erste Begegnung mit digitalen Medien, die Neugier weckt und zum gemeinsamen Forschen anregt.
Erste Schritte mit Computer und Maus
Der Kinder-Laptop ermöglicht den Kindern erste Erfahrungen mit Computer und Maus. Sie lernen grundlegende Bedienhandlungen wie klicken, ziehen oder scrollen. Dabei gestalten sie beispielsweise Bilder mit Cliparts und geometrischen Formen, lösen einfache Puzzle oder ordnen Bildergeschichten in die richtige Reihenfolge. Auch das Rückgängig-machen von Arbeitsschritten wird ausprobiert. Diese Aktivitäten fördern neben digitalen Kompetenzen auch logisches Denken, Feinmotorik und Problemlösestrategien.
Entdecken und dokumentieren mit dem iPad
Das iPad wird vor allem für kreative und entdeckende Aktivitäten genutzt. Mit der Kamera fotografieren die Kinder beispielsweise versteckte Gegenstände im Kindergartenraum. Andere Kinder versuchen danach herauszufinden, wo das Bild aufgenommen wurde. In einer weiteren Sequenz gestalten Kinder auf einem Rhythmik-Tuch ein Bild mit Legematerial und fotografieren ihr Ergebnis. Die Fotos dienen anschliessend als Grundlage für Collagen oder mathematische Reihen. Digitale Medien werden so Teil eines handlungsorientierten Lernprozesses.
Lernen sichtbar machen mit Fotos und QR-Codes
Digitale Medien können auch helfen, Lernprozesse sichtbar zu machen. Kinder dokumentieren ihre Arbeit selbständig, indem sie ihr Namensbild zu einem Material legen und ein Foto davon machen. So entsteht eine einfache Form der Lernstandsdokumentation. Zusätzlich können QR-Codes eingesetzt werden, die zu kurzen Sachfilmen oder Erklärvideos führen. Die Kinder lernen dadurch, Informationen gezielt abzurufen und digitale Inhalte sinnvoll zu nutzen.
Digitale Medien als Werkzeug im Kindergarten
Digitale Medien ergänzen den Kindergartenalltag dort, wo sie Lernprozesse unterstützen oder neue Möglichkeiten eröffnen. Entscheidend ist dabei ein bewusster und altersgerechter Einsatz: Die Geräte stehen nicht im Mittelpunkt, sondern das Entdecken, Gestalten und gemeinsame Lernen der Kinder. Wenn digitale Medien in bestehende Lernsettings integriert werden, entstehen vielfältige Gelegenheiten, erste digitale Kompetenzen aufzubauen – spielerisch, kreativ und eingebettet in den Kindergartenalltag.
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Corinne Fust
Lokale Koordinationsperson der Modellschule PSNLZ
Co-Schulleiterin, IT-Verantwortliche












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