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Making von aussen betrachtet – was Besuchende sehen und was uns antreibt 

Making von aussen betrachtet – was Besuchende sehen und was uns antreibt

Die Rückmeldungen externer Personen zeigt, welche Kraft im Making steckt – für Lernende, Lehrpersonen und die ganze Schule. Eine Sammlung von Eindrücken, die zum Weiterdenken anregen. 

Begeisterung, die spürbar wird 

Vor ziemlich genau einem Jahr besuchte unser Lehrkörper das Living Museum in Wil, um sich für unsere Ateliers zu inspirieren. Daraus entwickelten wir unsere eigenen Ateliers – mit viel weniger Raum und sehr kleinem Budget.  

Am 12.3.2026 kam eine Kunsttherapeutin des Living Museums bei uns vorbei, um zu sehen, was aus unseren Ideen geworden ist - zeitgleich mit Lehrpersonen aus Wigoltingen. Die Wigoltinger selbst waren Pilotschule im Projekt „Makerspaces in der Schule“ des Kanton Thurgaus. 

Eine Aussage der Gäste bringt es auf den Punkt: «Mein erstes Gefühl: Ich hätte das gerne auch an meiner Schule gehabt – ein freier Raum, um zu gestalten und langweilige Momente haben, um wieder Kraft für Neues zu schöpfen.» Die Lernenden wurden an diesem Nachmittag als produktiv wahrgenommen: Alle haben an eine Thema oder Projekt gearbeitet, die altersdurchmischten Gruppen wurden als grosse Chance erlebt, sie haben sich selbstverständlich gegenseitig geholfen und die Freude der Lernenden war klar spürbar.  

2 Besucher im Klassenzimmer
3 Besucher im Klassenzimmer

Lernen im Prozess statt im Produkt 

Mehrfach wird von den Besuchenden positiv bemerkt, wie stark der Fokus auf dem Prozess liegt. «Der Prozess ist wichtiger als das Produkt» – eine zentrale Erkenntnis unserer Besucherinnen. Dabei entstehen Räume, in denen eigene Ideen wachsen können. Das Arbeiten mit Händen und Materialien wird als zentral erlebt. Making wird nicht als Zusatz verstanden, sondern als Haltung: ausprobieren, verwerfen, weiterdenken – und sichtbar machen, was im eigenen Kopf entsteht. Der Unterschied zu sonstigen Projekten, wo die Kinder sich ein Endprodukt als Projektende ausdenken, ist, dass sie im Atelier auch einfach mal anfangen können und sich aus dem Prozess etwas entwickelt. Dies ist für die Lehrpersonen oft eine Herausforderung, da die Begleitung vor allem auch im Zyklus 1 sehr intensiv ist.  

4 Besucher im Klassenzimmer
1 Besucher im Klassenzimmer

Wirkung auf Schule und Zusammenarbeit 

Der Besuch macht auch sichtbar, welche Bedeutung die Organisation hat. «Mir geht das Herz auf, wenn ich sehe, dass Making im Stundenplan, im Schulalltag Platz hat», beschreibt eine Lehrerin die Wirkung auf sie. Making muss nicht zwingend im Makerspace gelebt werden, sondern kann vielfältig sein. Die kleinen Gruppen, dass alle Lehrpersonen dabei sind und ebenso ihre Begabungen einbringen können, hat unsere Besucherinnen staunen lassen. Einmal mehr zeigt sich: Making ist eine Haltung, die intensiv im ganzen Team bearbeitet werden muss und durch die Ateliers nun hoffentlich auch immer mehr in den Schulalltag hinüberschwappt. 

Die Rückmeldungen der Besucherinnen zeigen vor allem eines: Wir sind auf dem richtigen Weg – die Begeisterung, mit welchem sie unsere Schule verliessen, hat uns darin bestärkt, unseren Weg weiterzugehen. Auch wenn wir im Sommer nicht mehr Modellschule sind, werden die Ateliers weiterentwickelt. Organisatorisch haben wir noch einige Hürden zu meistern und auch die Rolle der Lehrperson wird weiterdiskutiert. Das Beste daran: Die Begeisterung gehört nicht nur den Besuchenden – sie steckt längst mitten in unserer Schule. 

 

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Corinne Fust scaled

Corinne Fust

Lokale Koordinationsperson der Modellschule PSNLZ

Co-Schulleiterin, IT-Verantwortliche


corinne.fust@psnlz.ch

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