Neujahrsprojekt 2025/2026 II

Eigentlich habe ich ja schon eine Jahreswechselprojekt 2025/2026. aber weil man sich ja immer zu viel vornimmt und es spannende Dinge zu erkunden gibt, hier gleich noch eines: Nachdem ich …

 

Eigentlich habe ich ja schon eine Jahreswechselprojekt 2025/2026. aber weil man sich ja immer zu viel vornimmt und es spannende Dinge zu erkunden gibt, hier gleich noch eines: Nachdem ich mich jahrelang damit herumgeärgert habe, dass die Fotoverwaltung von Apple schlecht funktioniert, wenn da auch noch ein Windows-Gerät in der personal infostructure herumschwirrt, habe ich nun vor kurzem die Open-Source- Foto-Verwaltung Immich entdeckt und bin bisher begeistert.

Bei Immich handelt es sich um eine Server-Software, die irgendwo auf einem Rechner laufen muss (z.B. einem Raspberry Pi). Immich kann entweder per Webbrowser oder via Android und iOS-App genutzt werden. Für den Massenimport existiert auch ein spezielles Import-Programm.

Was mir bisher gefällt

  • Digitale Souveränität: Ich schaffe es damit, meine Fotos nicht allzu vielen Cloudanbietern in den Rachen werfen zu müssen und trotzdem die Fotos auf verschiedenen Geräten nutzen zu können,
  • Erhalt meiner bisherigen Organisationstruktur: Das Importprogramm wandelt meine bisherigen Ordner automatisch in Alben um. Damit ist mein bisheriger Arbeitsaufwand zum Organisieren der Bilderflut nicht verloren.
  • Machine-Learning-Fähigkeiten: Ich bin fasziniert davon, wie gut die Bilderkennung von Immich selbst auf einem Raspberry Pi 5 funktioniert. Einerseits Gesichtserkennung, andererseits aber auch die Funktion "Zeige ähnliche Bilder" (siehe Beispiel unten)

Was ich mir noch wünschen würde

  • Regelbasiertes Tagging und Co.: Es wäre extrem praktisch, wenn ich z.B. alle Fotos mit bestimmten Personen drauf einem bestimmten Lebenskontext von mir zuordnen könnte (PHSZ, PHSO, ETHZ, Verwandtschaft, etc.)

Was man aber schon bedenken muss

  • Installations- und Betreuungsaufwand: Die Nutzung von Immich ist nicht ganz so bequem wie die der grossen Cloudanbieter. Man muss sich selbst um die Installation und Aktuellhalten der Software kümmern. Ganz ohne technisches Wissens geht das nicht wirklich (auch wenn ChatGPT & Co. heutzutage helfen).
  • Sicherheitsrisiko Datenverlust: Man muss sich selbst um ein vernünftiges Backup des Fotoservers kümmern.
  • Sicherheitsrisiko Hacking: Will man auf den Foto-Server auch von ausserhalb der eigenen vier Wände zugreifen können, muss man entweder jedes Mal einen VPN-Tunnel nach Hause öffnen oder aber den Fotoserver mehr oder weniger offen ins Internet stellen. Dies führt zu gewissen Sicherheitsrisiken. Dabei können Hacker nicht nur versuchen, Logindaten abzugreifen oder zu erraten - man muss auch mit potenziellen Sicherheitslücken des eigenen Servers rechnen, die gar keinen ordentlichen Login-Vorgang bedingen.

 

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