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Drei Jahre machen, ausprobieren, weiterdenken: Das war der Abschluss des Szenarios Makerorientiertes Lernen

Drei Jahre machen, ausprobieren, weiterdenken: Das war der Abschluss des Szenarios Makerorientiertes Lernen

Am 24. Juni 2026 feierten die drei Modellschulen des Szenarios «Makerorientiertes Lernen» im Stella Maris in Rorschach ihren gemeinsamen Abschluss. Im Zentrum standen die «Perlen» aus drei Jahren Entwicklungsarbeit – und damit konkrete Erfahrungen, Erkenntnisse und Projekte, die zeigen, wie vielfältig makerorientiertes Lernen in der Schule gelebt werden kann.

Von der ersten Idee zur eigenen Making-Praxis

Was bedeutet makerorientiertes Lernen für unsere Schule und unseren Unterricht? Mit dieser Frage starteten die Modellschulen PSNLZ, Vilters-Wangs und Walenstadt vor drei Jahren ihre Entwicklungsarbeit. Seither wurde ausprobiert, verworfen, angepasst und weiterentwickelt. Dabei ging es nicht allein um Werkzeuge, Technologien oder Makerspaces, sondern um eine Haltung zum Lernen: Lernende erhalten Raum, eigene Ideen zu entwickeln, Probleme zu lösen, Prototypen zu gestalten und aus Fehlern und Rückmeldungen weiterzulernen.

Wie sich das Verständnis von Making während der Modellschulzeit entwickelt hat, erzählen die Beteiligten im Abschlussvideo gleich selbst.

Das Video macht deutlich: Makerorientiertes Lernen kann ganz unterschiedliche Formen annehmen. Entscheidend ist nicht ein bestimmtes Produkt oder Tool, sondern der Prozess. «Loslassen und machen» lautete bereits während der Modellschuljahre eine der persönlichen Quintessenzen aus der gemeinsamen Making-Vision. Zum Abschluss zeigte sich, wie viel aus diesem «Machen» entstanden ist.

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Die Perlen aus drei Jahren Entwicklungsarbeit

Was bleibt nach drei Jahren? Um diese Frage drehte sich der zweite Teil des Nachmittags. Die Entwickler und Koordinator hatten ihre persönlichen «Perlen» mitgebracht und in der Aula zu verschiedenen Perlen-Zonen arrangiert. Sie machten sichtbar, was in den Schulen entwickelt, erprobt und gelernt wurde.

Dabei zeigte sich die grosse Bandbreite von Making in der Schule: Makerorientiertes Lernen findet nicht nur beim Programmieren, Konstruieren oder Arbeiten im Makerspace statt. Auch in Fächern wie Deutsch oder RZG können Making-Prozesse entstehen. Problemorientierte Aufgabenstellungen, Medienproduktionen und iterative Prozesse mit Prototyping, Testing, Feedback und Weiterentwicklung schaffen Möglichkeiten, in denen Lernende zunehmend Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess übernehmen.

Die Perlen standen deshalb nicht nur für gelungene Unterrichtsprojekte. Sie erzählten auch von Entwicklungswegen: von Ideen, die funktionierten, von Umwegen, die neue Erkenntnisse ermöglichten, und vom Mut, Unterricht anders zu denken. Im Austausch zwischen den drei Modellschulen wurden diese Erfahrungen noch einmal miteinander geteilt – ganz im Sinne der Zusammenarbeit, die das Szenario während der vergangenen Jahre geprägt hatte.

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Ein Abschluss – und viele Ideen zum Weitermachen

Mit dem Abschlussanlass endet die gemeinsame Entwicklungszeit im Szenario «Makerorientiertes Lernen». Die entstandenen Erfahrungen, Materialien und Kompetenzen bleiben jedoch in den Schulen – und können von dort weitergetragen werden.

Die drei Modellschuljahre haben gezeigt, dass Making weit mehr sein kann als die Arbeit mit digitalen Technologien oder das Herstellen eines Produkts. Makerorientiertes Lernen schafft Lerngelegenheiten, in denen ausprobiert, gemeinsam nach Lösungen gesucht und aus Erfahrungen gelernt wird. Lehrpersonen werden dabei stärker zu Begleitpersonen von Lernprozessen und Lernende zu aktiven Gestalter.

Der Abschluss im Stella Maris bot deshalb nicht nur Gelegenheit für einen Blick zurück. Beim gemeinsamen Austausch über die Perlen und beim anschliessenden Nachtessen war auch Raum für die Frage: Was nehmen wir mit – und was machen wir als Nächstes?

Denn wenn die vergangenen drei Jahre eines gezeigt haben, dann dies: Making lebt vom Machen. Und damit ist der Abschluss vor allem eines – eine Einladung zum Weitermachen.

8b Martkstand
9 Grillfest
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Steiner Sandra PHSG

Sandra Steiner Matt

Specialist Digitale Transformation PHSG

Begleitperson PHSG, Transfer


sandra.steiner@phsg.ch

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