Blended Learning Sequenz im Fach Wirtschaft und Recht – Personenrecht

Blended Learning Sequenz

Fach: Wirtschaft und Recht

Thema: Personenrecht

Blended Learning Sequenz zum Thema Personenrecht – Alltagsnahe Fälle

In dieser Sequenz werden in 10 Lektionen grundlegende Aspekte des ZGBs, der Rechts- und Handlungsfähigkeit, des Persönlichkeitsschutzes und des Daten-schutzes erarbeitet. Highlight ist ein aktueller Gerichtsfall im Persönlichkeits-schutz (Zuger Landammannaffäre), welcher im Rollenspiel von der Klasse ver-handelt wird.

Einordnung der Blended Learning Sequenz

Die Lehrperson hat für die Sequenz folgende Ausprägungen bezüglich Freiheit/ Vertrauen und Vorgaben/Kontrolle der SuS gewählt:

Lernziele

Die Blended Learning Sequenz umfasst folgende Lernziele:

Nachdem Sie dieses Thema bearbeitet haben,

  • kennen Sie die wichtigsten Rechtsgrundsätze des ZGB;
  • kennen Sie die Merkmale von natürlichen und juristischen Personen und können diese voneinander unterscheiden.
  • können Sie beurteilen, wer welche Rechte besitzt (inkl. Begründung mit Hilfe des Gesetzes);
  • wissen Sie, was unter Persönlichkeitsschutz verstanden wird;
  • kennen Sie die Rechtsfolgen der Persönlichkeitsverletzung und können Fälle anhand eines Falllösungsschemas lösen;
  • können Sie wichtige Aspekte zum Thema «Datenschutz» erläutern und auf dessen rechtlicher Grundlage einer Drittperson hilfreiche Hinweise geben;
  • können Sie in einem Zivilrechtsfall vor einem fiktiven Gericht eine Partei vertreten und in deren Interesse den Fall verhandeln.

Erfahrungen der Lehrperson

Der Einstieg traf das Interesse der SuS durch einen starken Alltagsbezug. Die darauffolgende längere asynchrone Einheit bedarf einer guten Aufarbeitung in der Gesamtklasse. Highlight des Persönlichkeitsschutzes stellt das Rollenspiel dar. Insgesamt sind viele SuS durch die selbständige Arbeitsweise motiviert. Die Sequenz lebt aber davon, dass in den synchronen Teilen auch alle SuS anwesend sind und somit das Wissen wieder gesichert werden kann. Dort werden alle Mit-glieder der Klasse wieder auf den gleichen Wissenstand gebracht und gemein-sam Inhalte vertieft oder neue eingeführt. Diese Zwischenstationen helfen den SuS, sich nicht alleingelassen zu fühlen. Die Freiheit der Arbeitsweise kann v.a. zu Beginn überfordern. Die SuS hatten anfangs Mühe mit der eigenen Organisa-tion. Klare Vorgaben sind deshalb wichtig und müssen immer wieder dargestellt werden.

Feedback der Schülerinnen und Schüler

Ausgewählte Originalzitate aus der Befragung der SuS:

  • Das Fallbeispiel, bei dem wir Gericht spielen durften, fand ich sehr lehrreich.
  • Mir hat sehr gut gefallen, dass man so frei war, wann man daran arbeiten mag und vor allem auch wo.
  • Könnten wir wieder einmal machen, nur mit etwas mehr Zeit für die Aufträge.
  • Halbe Lektionen bringen nicht so viel – lieber entweder alles synchron (also 1 Lektion) oder ganze Lektion asynchron, wenn möglich.
  • Gruppenarbeiten sind schwierig zu organisieren, da jeder in einem anderen Raum war – man musste sich im Klassenchat organisieren, weil nicht alle von der Gruppe da waren.

Lernpfad Personenrecht

Legende:

  • Grün ist die synchrone Phase: Arbeit während der normalen Lektion in der Klasse
  • Blau ist die asynchrone Phase: individuelle Arbeit oder Partnerarbeit nach eigener Zeiteinteilung; die Zeitangaben sind Richtzeiten – sie können länger/kürzer dauern als veranschlagt. Die Lehrperson steht während den normalen Lektionen im jeweiligen Schulzimmer für Fragen zur Verfügung.
  • Violett sind freiwillige Zusatzaufgaben/Exkurse für Interessierte

Quick Facts

Fach: Wirtschaft und Recht


Thema: Grundlagen ZGB, Rechts- & Handlungsfähigkeit, privatrechtlicher Persönlichkeitsschutz, Datenschutz


Jahrgangsstufe: 2./3. Klasse im Grundlagenfach

Lektionen: 10

Software / Infrastruktur:

OneNote, Powerpoint und Word

Lehrperson:

Stefan Brauchli (Kantonsschule Wil)