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Handreichung AL – Leitungsperson – Vorbereitung

Vorbereitung

Standort bestimmen und Grundlagen schaffen für adaptives Lernen – mit einem gemeinsamen Verständnis von Lernkultur, Lernbegleitung und wirksamer Schulentwicklung.

Wo stehen wir als Schule?

Bevor eine Schule adaptives Lernen einführt oder weiterentwickelt, lohnt sich eine gemeinsame Standortbestimmung. Wie gut gelingt es uns bereits, Lernangebote an unterschiedliche Lernvoraussetzungen anzupassen? Wie sichtbar sind Lernprozesse – und wie gezielt werden sie begleitet? Jedoch geht es nicht nur um Fragen im Zusammenhang mit dem Unterricht, sondern auch um das Zusammenspiel mit Aspekten der Personal- und Organisationsentwicklung. Im Zentrum steht die Frage: Wie gut greifen Haltung, Struktur und Praxis ineinander?

Standort bestimmen

Das Schulteam überprüft systematisch zentrale Dimensionen adaptiven Lernens: Unterrichtsgestaltung, Lernbegleitung, Feedback-Kultur, Zusammenarbeit im Team sowie strukturelle und organisatorische Rahmenbedingungen.

Dabei kann der Lernloop als Orientierungsrahmen dienen, um sichtbar zu machen, wie gut die einzelnen Elemente – von der Lernstandsanalyse bis zur Reflexion und Weiterentwicklung – bereits im Unterricht verankert sind. Für die Einschätzung relevanter Aspekte der weiteren Dimensionen (z. B. Haltung, Infrastruktur) ist das Kartenset «Schulentwicklung: Dimensionen und Aspekte der digitalen Transformation» hilfreich.

Das Kartenset

Das Kartenset «Schulentwicklung: Dimensionen und Aspekte der digitalen Transformation» hilft, die aktuelle Situation strukturiert zu reflektieren, zentrale Entwicklungsfelder sichtbar zu machen und Prioritäten festzulegen. Dazu werden passende Karten aus verschiedenen Dimensionen (z. B. Unterricht, Lernkultur,Beurteilung, Zusammenarbeit, Organisation) ausgewählt und diskutiert:

Für die Schulleitung und das Schulteam bedeutet dies, adaptives Lernen nicht isoliert im Unterricht zu betrachten, sondern als Teil einer ganzheitlichen Schulentwicklung. Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung greifen dabei ineinander und müssen gemeinsam gestaltet werden.

Die fünf Dimensionen der Schulentwicklung können als Orientierung dienen, um adaptives Lernen systematisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Sie helfen, bestehende Stärken sichtbar zu machen und gezielt Entwicklungsfelder zu identifizieren.

Die Dimensionen adaptiven Lernens in der Schulentwicklungür die Schulleitung und das Schulteam bedeutet dies, adaptives Lernen nicht isoliert im Unterricht zu betrachten, sondern als Teil einer ganzheitlichen Schulentwicklung. Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung greifen dabei ineinander und müssen gemeinsam gestaltet werden.

Die fünf Dimensionen der Schulentwicklung können als Orientierung dienen, um adaptives Lernen systematisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Sie helfen, bestehende Stärken sichtbar zu machen und gezielt Entwicklungsfelder zu identifizieren.

Header Kartenset Schultentwicklung

Kartenset Schulentwicklung

Dimensionen und Aspekte der digitalen Transformation».

Die Dimensionen adaptiven Lernens in der Schulentwicklung

Daraus entsteht das Ziel, im nächsten Semester den Lernloop gezielt zu erproben – mit Fokus auf Lernstandsanalyse und Feedback in ausgewählten Klassen.


Mögliche weitere Fragestellungen:

  • Gemeinsames Verständnis klären
  • Was verstehen wir unter adaptivem Lernen?
  • Welche Rolle haben Lehrpersonen als Lernbegleitende?
  • Welche Bedeutung hat Heterogenität und Selbststeuerung?
  • Praxis sichtbar machen
  • Wo gelingt adaptives Lernen bereits heute?
  • Welche Beispiele aus dem Unterricht gibt es?
  • Wie arbeiten wir mit Lernstand, Feedback und Reflexion?
  • Entwicklungsfelder identifizieren
  • Wo entstehen Über- oder Unterforderung?
  • Wie gut gelingt Differenzierung und Lernstandserhebung? Wo sehen wir den grössten Hebel?
  • Strukturen prüfen
  • Welche Rahmenbedingungen unterstützen adaptives Lernen bereits und welche fehlen noch (z. B. Zusammenarbeit, Instrumente, Zeitgefässe, Räume)?


Für die Schulleitung und das Schulteam bedeutet dies, adaptives Lernen nicht isoliert im Unterricht zu betrachten, sondern als Teil einer ganzheitlichen Schulentwicklung. Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung greifen dabei ineinander und müssen gemeinsam gestaltet werden.

Die fünf Dimensionen der Schulentwicklung können als Orientierung dienen, um adaptives Lernen systematisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Sie helfen, bestehende Stärken sichtbar zu machen und gezielt Entwicklungsfelder zu identifizieren.


Die Dimensionen adaptiven Lernens in der Schulentwicklung

Das Schulteam arbeitet mit der Dimension Lehren und Lernen. Im Austausch wird deutlich, dass zwar differenzierte Aufgaben vorhanden sind, Lernstände jedoch selten systematisch erhoben und genutzt werden. Daraus entsteht das Ziel, im nächsten Semester den Lernloop zur adaptiven Lernprozessgestaltung gezielt zu erproben – mit Fokus auf Lernstandsanalyse und Feedback in ausgewählten Klassen.


Das Kartenset hilft, das Gespräch zu strukturieren, Perspektiven zu verbinden und Adaptives Lernen als Teil der Schulentwicklung gezielt vorzubereiten – praxisnah, reflektiert und anschlussfähig an den LUP-DT-Entwicklungsprozess.


Dimension Unterricht

Im Zentrum steht die Frage, wie Lernen so gestaltet wird, dass es sich an unterschiedliche Lernvoraussetzungen anpasst. Adaptives Lernen zeigt sich in der gezielten Verbindung von Lernstandserhebung, differenzierten Aufgaben, Lernbegleitung und Feedback.

Unterricht wird so gestaltet, dass Lernende aktiv Verantwortung übernehmen und Lernprozesse sichtbar und steuerbar werden.

Dimension Personal

Adaptives Lernen erfordert eine veränderte Rolle der Lehrpersonen: weg von der reinen Wissensvermittlung hin zur Lernbegleitung. Im Fokus stehen gemeinsame Haltungen, professionelle Zusammenarbeit sowie der Aufbau von Kompetenzen in Diagnostik, Differenzierung und Lerncoaching.

Dimension Organisation

Adaptives Lernen braucht klare Strukturen und Prozesse. Dazu gehören gemeinsame Instrumente zur Lernstandserfassung, verbindliche Formen der Zusammenarbeit sowie eine Organisation, die Reflexion und Weiterentwicklung ermöglicht. Ziel ist eine Schule, die als lernende Organisation agiert.

Dimension Infrastruktur

Eine passende Infrastruktur unterstützt adaptives Lernen, indem sie flexible Lernsettings ermöglicht und Lernprozesse sichtbar macht. Digitale Plattformen, Lernräume und Tools werden gezielt so eingesetzt, dass sie Lernbegleitung, Differenzierung und Zusammenarbeit unterstützen.

Dimension Kultur

Die Kultur der Schule bildet die Grundlage für adaptives Lernen. Entscheidend sind eine gemeinsame Haltung zu Lernen und Heterogenität, eine offene Feedbackkultur sowie die Bereitschaft, Lernen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Adaptives Lernen gelingt dort, wo Vertrauen, Zusammenarbeit und eine positive Fehlerkultur gelebt werden.

Grundlagen schaffen

Vom Erkennen zum Gestalten

Nach der Standortbestimmung geht es darum, Erkenntnisse in klare nächste Schritte zu übersetzen. Jetzt entstehen gemeinsame Prioritäten, Leitplanken und erste Umsetzungsideen.

Der Entwicklungsloop hilft, Schulentwicklung wirksam zu gestalten:

Verstehen – fokussieren – umsetzen – reflektieren


1. Erkenntnisse bündeln

Wo sind wir bereits adaptiv unterwegs? Wo besteht Handlungsbedarf?


2. Richtung klären

Was bedeutet adaptives Lernen konkret für unsere Schule?


3. Prioritäten setzen

Welche 2–3 Themen stehen jetzt im Fokus?


4. Erste Schritte planen

Pilotprojekte, Weiterbildung, Lernloop - mit oder ohne KI, Teamarbeit.


Beispiel

Eine Schule erkennt: Differenzierung gelingt, Feedback ist noch uneinheitlich.

Entscheid: Fokus auf Lernbegleitung und Rückmeldung im nächsten Semester.


Im Zentrum steht

  • Aus Analyse wird Orientierung.
  • Aus Orientierung wird Entwicklung.
  • Aus Entwicklung wird Wirkung.


Prozessbegleitung Digitale Trasnformation
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Entwicklungsbegleitung «Digitale Transformation» (LUP-DT)

Wir begleiten dich und deine Schule massgeschneidert in eurem Prozess.

Arbeiten mit dem Entwicklungs-Loop

Klarheit schaffen – Wirkung erzielen

Der Entwicklungsloop unterstützt Schulleitungen dabei, adaptives Lernen als kontinuierlichen Schulentwicklungsprozess zu gestalten. Er verbindet Standortbestimmung, gemeinsame Zielklärung, Umsetzung und Reflexion in einer wiederkehrenden Schleife.

Adaptives Lernen wird so nicht als Einzelprojekt verstanden, sondern als gemeinsamer Lernprozess der Schule:

beobachten – anpassen – weiterentwickeln.

Die acht Schritte im Entwicklungsloop:

1. Wo stehen wir?

Wie gut gelingt es uns bereits, Lernangebote an unterschiedliche Lernvoraussetzungen anzupassen? Welche Stärken und Entwicklungsfelder zeigen sich?

2. Wohin wollen wir?

Welches Zielbild von Lernen verfolgen wir? Was bedeutet adaptives Lernen konkret an unserer Schule?


3. Was haben wir vor?

Welche Schwerpunkte setzen wir für die nächste Phase? Welche Themen sind jetzt zentral?

4. Wie packen wir es an?

Welche Massnahmen helfen weiter – Pilotprojekte, Weiterbildung, Lernloop-Erprobung, Teamarbeit?

5. Wir entwickeln

Teams erproben neue Ansätze im Unterricht und entwickeln gemeinsame Praxis weiter.

6. Wir erproben

Neue Formen von Lernbegleitung, Feedback, Differenzierung oder Selbststeuerung werden konkret umgesetzt.

7. Wir verändern

Erfolgreiche Erfahrungen werden transferiert in Strukturen, Abläufe und Vereinbarungen überführt und institutionalisiert.

8. Wir reflektieren

Welche Wirkung ist sichtbar? Was lernen wir daraus? Welche nächste Schleife folgt?

Weiterbildungsangebot

Für Schulen, die adaptives Lernen gezielt weiterentwickeln möchten, können externe Impulse und praxisnahe Weiterbildungsangebote eine wertvolle Unterstützung sein. Sie schaffen ein gemeinsames Verständnis, zeigen konkrete Umsetzungswege auf und unterstützen Schulleitungen sowie Teams dabei, nächste Entwicklungsschritte fundiert anzugehen.

zITBOx Talk: Adaptives Lernen gestalten – der adaptive Lernloop

Im aufgezeichneten zITBOx Talk wird gezeigt, wie Schulen mit dem adaptiven Lernloop Lernprozesse wirksam, flexibel und nachhaltig gestalten können. Der Beitrag gibt Einblick in die mehrjährige Entwicklungsarbeit im Rahmen der IT-Bildungsoffensive und macht sichtbar, wie Haltung, Struktur und konkrete Praxis zusammenwirken.


Zu sehen sind zentrale Erkenntnisse aus dem Projekt, konkrete Anwendungsbeispiele aus Unterricht und Schulentwicklung sowie Impulse für Schulen, die adaptive Lernkultur weiterentwickeln möchten.