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Handreichung AL – Leitungsperson – Weiterentwicklung

Weiterentwicklung

Adaptives Lernen nachhaltig verankern, Wirkung entfalten und die Schulentwicklung stärken.

Wie wird adaptives Lernen Teil des Schulalltags?

Nach der intensiven Planungs- und Umsetzungsphase mit ersten Pilotierungen geht es nun darum, gemachte Erfahrungen wirksam und nachhaltig in der Schule zu verankern. Ziel ist es, bewährte Elemente des adaptiven Lernens in den Alltag zu übertragen, Routinen aufzubauen und den Ansatz kontinuierlich weiterzuentwickeln.

So wird aus einzelnen Innovationen gelebte Praxis.

Wirksamkeit in der Schule stärken.

Nachhaltige Wirkung entsteht dann, wenn adaptives Lernen nicht von einzelnen Personen abhängt, sondern Teil gemeinsamer Praxis wird. Ziel ist nicht mehr Aktionismus, sondern verlässliche Qualität im Alltag.


Bewährte Ansatzpunkte:

  • erfolgreiche Pilotierungen in weitere Teams übertragen
  • wirksame Lernloop-Elemente verbindlich machen
  • gemeinsame Routinen für Feedback und Lernbegleitung etablieren
  • Good Practice sichtbar machen
  • Erfahrungen laufend reflektieren und anpassen

Qualität sichern und weiterentwickeln

Weiterentwicklung gelingt, wenn Fortschritte sichtbar werden und gezielt daraus gelernt wird. Qualität entsteht durch Beobachten, Lernen und Nachjustieren.


Hilfreiche Instrumente:

  • regelmässige Kurzbefragungen von Lernenden und Lehrpersonen
  • Hospitationen mit klarem Fokus
  • Reflexionsraster für Teams
  • Lernstandsdaten sinnvoll nutzen
  • Semesterreviews im Team oder in der Steuergruppe

Mögliche Leitfragen:

  • Was wirkt nachweislich gut?
  • Wo brauchen Lernende mehr Unterstützung?
  • Welche Anpassungen sind sinnvoll?
  • Was lernen wir aus Rückmeldungen?

Lernkultur nachhaltig stärken

Adaptives Lernen braucht eine Kultur des gemeinsamen Lernens – auch bei Erwachsenen. Lernkultur wächst durch gelebte Zusammenarbeit.


Bewährte Formate:

  • kollegiale Hospitationen
  • Peer-Coaching
  • interne Lernmärkte / Praxis-Sharing
  • Kurzinputs in Teamsitzungen
  • pädagogische Konferenzen mit Lernfokus
  • Fehlerfreundliche Reflexionsformate


Wichtige Haltung:

  • Wir lernen miteinander.
  • Wir dürfen ausprobieren.
  • Wir entwickeln uns gemeinsam weiter.


1-Wanderkarte

Gastfreundschaft mit Weitblick: Transfer von Erfahrungen der Modellschule Wittenbach in die Primarschule Oberbüren


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Transferanlass in Uznach: Ein Nachmittag voller Praxisnähe und Begeisterung


Transfer und Skalierung gestalten

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Die Ergebnisreflexion - Ein Einblick in die Begleitung der Modellschulen

Wenn etwas funktioniert, sollte es bewusst verbreitet werden. Skalierung braucht Qualität vor Tempo.

Mögliche Wege:

  • erfolgreiche Formate dokumentieren
  • Mini-Rollouts in weiteren Klassen oder Teams planen
  • interne Weiterbildungen „von Kolleg:innen für Kolleg:innen“
  • Lernvideos / Praxisbeispiele teilen
  • Standards schrittweise erweitern

Wichtig:

  • Nicht kopieren, sondern intelligent übertragen – angepasst an Stufe, Team und Kontext.


Toolbox – Orientierung und gemeinsame Standards

Eine gemeinsame Toolbox schafft Klarheit und erleichtert nachhaltige Umsetzung. Gute Standards entlasten und erhöhen Qualität.

Mögliche Inhalte:

  • Vorlagen für Lernloops
  • Feedbackinstrumente
  • Beobachtungsraster
  • Good-Practice-Beispiele
  • Reflexionsfragen für Teams
  • Onboarding-Unterlagen für neue Mitarbeitende
  • digitale Tools zur Lernbegleitung

Die Toolbox kann analog oder digital geführt werden (z. B. Teams, OneNote, Padlet, LMS).

Weiterbildung für Leitungspersonen

Schulleitungen spielen eine Schlüsselrolle in der nachhaltigen Verankerung von adaptivem Lernen. Führung entwickelt nicht nur Strukturen, sondern auch Kultur.


Hilfreiche Themen:

  • Führung von Entwicklungsprozessen
  • lernwirksame Schulorganisation
  • agile Schulentwicklung
  • Change- und Beteiligungsprozesse
  • datengestützte Schulentwicklung
  • Coaching und Lernbegleitung von Teams
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Leitfragen zur Dimension Kultur


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Agile Schulentwicklung


Entwicklungsbegleitung nutzen

Externe Begleitung kann helfen, Prozesse zu schärfen, Dynamik zu halten und blinde Flecken sichtbar zu machen. Besonders in Übergangsphasen schafft Begleitung Sicherheit und Tempo.

Mögliche Unterstützungsformen:

  • Moderation von Teamtagen
  • Coaching für Schulleitung
  • Prozessbegleitung über mehrere Schleifen
  • Hospitation und Feedback
  • Strategieentwicklung

Dein Auftrag als Führungsperson

Halte den Entwicklungsrhythmus aufrecht, sichere Transparenz und ermögliche Beteiligung. Nutze den Lernloop auch auf Schulebene:


Wahrnehmen → Priorisieren → Umsetzen → Reflektieren → Weiterentwickeln

Weiterentwicklung endet nie – sie wird Teil eurer Schul-DNA.