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Was ist makerorientierter Unterricht – und warum lohnt sich Making?

Was ist makerorientierter Unterricht – und warum lohnt sich Making?

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Making verstehen - Was ist Making?

Was macht Unterricht zu Making? Entdecke, wie eigene Ideen, Tüfteln und gemeinsames Weiterdenken zusammenkommen. Praxisbeispiele und Orientierungshilfen unterstützen dich dabei, Making kennenzulernen und einen ersten Einstieg für deine Schule zu finden.

Eine Idee entwickeln, etwas herstellen, ausprobieren und weiterdenken: Beim Making lernen Schülerinnen und Schüler, indem sie eigene Lösungen gestalten. Dabei entstehen beispielsweise Modelle, Alltagshelfer, Spiele oder interaktive Objekte. Analoge Materialien und digitale Werkzeuge können sich ergänzen.

Makerorientierter Unterricht schafft dafür Freiraum und Unterstützung. Lernende treffen Entscheidungen, teilen ihr Wissen und überarbeiten ihre Entwürfe. Die Lehrperson gestaltet den Rahmen und begleitet den Prozess. Einen Überblick über diesen Ansatz bietet das Praxishandbuch «Making und Schule».

Woran erkennst du Making?

Eigene Entscheidungen

Die Lernenden gestalten mit: Welche Idee verfolgen sie? Welche Materialien verwenden sie? Wie könnte ihre Lösung aussehen?

Denken durch Machen

Skizzen, Modelle und erste Versuche helfen, Ideen zu prüfen. Beim Herstellen entstehen neue Fragen und Lösungsansätze.

Testen und Weiterentwickeln

Ein erster Entwurf darf unvollständig sein. Beobachtungen und Rückmeldungen geben Hinweise für den nächsten Versuch.

Gemeinsam lernen

Lernende zeigen ihre Vorgehensweisen, holen Unterstützung und teilen Entdeckungen. Auch Umwege werden besprechbar.

Quick Facts

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Kompetenzstufen:

erkunden | entdecken

Organisation / Unternehmen:

Making Handreichung

Wie offen kann Making sein?

Am Beispiel einer Papierbrücke zeigen sich unterschiedliche Gestaltungsspielräume. Welche Form passt, hängt vom Vorwissen und vom Lernvorhaben ab.

Eine Technik kennenlernen

Alle bauen eine Papierbrücke nach derselben Anleitung. Dabei lernen sie Falttechniken und Materialeigenschaften kennen. Das kann einen Einstieg vorbereiten. Eigene Entwurfsentscheidungen spielen hier noch eine kleine Rolle.

Eine Lösung weiterentwickeln

Die Lernenden erhalten eine einfache Ausgangskonstruktion. Sie verändern die Brücke so, dass sie eine grössere Last trägt, und vergleichen ihre Versuche. Der Rahmen ist vorgegeben; die Weiterentwicklung gestalten sie selbst.

Eine eigene Lösung entwerfen

Die Herausforderung lautet: «Wie könnt ihr aus Papier eine Brücke über eine Lücke bauen?» Die Lernenden entwickeln verschiedene Ideen, vereinbaren Testbedingungen und verbessern ihre Konstruktionen. Die Lehrperson bietet bei Bedarf technische Impulse und Hilfen an.

Frage für deinen Unterricht

Wo können die Lernenden eigene Entscheidungen treffen – und welche Unterstützung brauchen sie dafür?

Warum lohnt sich Making?

Making eröffnet Gelegenheiten, Wissen praktisch zu nutzen, eigene Ideen zu verfolgen und Lösungen gemeinsam weiterzuentwickeln. Eine Meta-Analyse von 34 Studien zeigt im Durchschnitt einen kleinen positiven Effekt auf die untersuchten Lernergebnisse. Die Ergebnisse unterscheiden sich jedoch je nach Kontext und Umsetzung (Lu und Zheng, 2025).

Fachliches Verständnis entsteht dabei nicht automatisch durch das Herstellen eines Produkts. Lernaufgaben, gezielte Unterstützung und Gespräche über die gemachten Erfahrungen sind bedeutsam. Darauf verweist die Forschungsübersicht von Davies und Seitamaa-Hakkarainen (2025).

Auch Beteiligung braucht Aufmerksamkeit: Unterschiedliche Materialien, zugängliche Aufgaben und passende Rückmeldungen können Lernenden verschiedene Wege ins Making eröffnen. Diese Gestaltungsmerkmale hebt eine systematische Übersicht von Nadal und Kolleg (2025) hervor.

Literatur

Davies, S., & Seitamaa-Hakkarainen, P. (2025). Research on K-12 maker education in the early 2020s – a systematic literature review. International Journal of Technology and Design Education, 35, 763–788. https://doi.org/10.1007/s10798-024-09921-6

Ingold, S., & Maurer, B. (Hrsg.). (2024). Making und Schule: Praxishandbuch für Schulentwicklung und Unterricht. kopaed.

Lu, X., & Zheng, X. (2025). Efficacy of maker-centered learning method on K-12 students’ learning outcomes: A meta-analysis. Educational Technology & Society, 28(1), 60–77. https://doi.org/10.30191/ETS.202501_28(1).RP04

Maurer, B. (2024). 24 Making-Kompetenzen: Framework für schulische Maker Education mit Indikatoren zur Kompetenzüberprüfung (MakeComp4school). Pädagogische Hochschule Thurgau.

Nadal, O., Usart, M., Valls-Bautista, C., Alcantar-Nieblas, C., & Glasserman-Morales, L. D. (2025). Integration of maker education in STEAM: A systematic literature review. Educational Process: International Journal, 19, Artikel e2025587. https://doi.org/10.22521/edupij.2025.19.587

Impressionen von Umsetzungen von Making im Schulalltag

Dein erster Schritt

Wähle eines der Praxisbeispiele aus und halte drei Gedanken fest:

  • Welche Entscheidungen treffen die Lernenden selbst?
  • Wo können sie testen und ihre Lösung verändern?
  • Welche Unterstützung ermöglicht ihnen das Weiterarbeiten?

Überlege anschliessend, bei welchem Thema deiner Klasse ein ähnlicher Freiraum entstehen könnte. Eine erste Skizze deiner Idee genügt.


Gemeinsam weiterdenken: Entwickelt im Team ein gemeinsames Verständnis von Making.

Konkret werden: Plant aus einer ersten Idee eine eigene Making-Sequenz.

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Making ohne Raum

Die Schule Walenstadt organisiert Making während einer Renovation mit mobilen Maker-Wägen. Ein Einblick in den Übergang vom festen Raum zu flexiblen Lösungen.

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Vom Klick zum Können

Ein Erfahrungsbericht über selbstständiges Erkunden, Challenges und Lernbegleitung im Digitalunterricht. Er zeigt auch, wo Challenges allein noch keine Motivation erzeugen.

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Die Rolle spielt mit

Aus eigenen Interessen entstehen konkrete Lösungen: An der Schule Vilters-Wangs gestalten Lernende mit CAD und 3D-Druck. Individuelle Begleitung und geteiltes Know-how unterstützen sie dabei.

Making verstehen – Grundlagen und Materialien entdecken

Was zeichnet Making aus und wie lässt es sich in der Schule gestalten? Diese Handreichungen und Kompetenzrahmen bieten dir Orientierung, vertiefende Einblicke und Materialien für deinen Einstieg.

Framework:

«Making macht Schule»

Ein pädagogischer Rahmen mit Prozessmodell und Unterrichtsvorlagen für die Entwicklung eigener Lösungsideen.

Praxishandbuch:

Making und Schule

Grundlagen und Umsetzungshilfen zu Unterricht, Lernumgebung und Schulentwicklung – mit Erfahrungen aus Schweizer Pilotschulen.

Kompetenzrahmen:

MakeComp4School

24 personale, soziale, methodische und fachliche Kompetenzen als Orientierung. Die Indikatoren richten sich an Lernende ab der 5. Klasse.

Dein erster Schritt

Wähle eines der Praxisbeispiele aus und halte drei Gedanken fest:

  • Welche Entscheidungen treffen die Lernenden selbst?
  • Wo können sie testen und ihre Lösung verändern?
  • Welche Unterstützung ermöglicht ihnen das Weiterarbeiten?

Überlege anschliessend, bei welchem Thema deiner Klasse ein ähnlicher Freiraum entstehen könnte. Eine erste Skizze deiner Idee genügt.

Weitere Making Module

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micro:Bit – Challenge Cards
Physical Computing ist ein Ansatz der es Schüler:innen ermöglicht, eigene Ideen auszuprobieren und interaktive Dinge zu bauen, die Spass machen. So entstehen beispielsweise Minigolfanlagen mit beweglichen Hindernissen, interaktive Bilderrahmen oder selbstfahrende Fahrzeuge. Die an der PHSG entwickelten «micro: bit Challenge Cards» ermöglichen einen niederschwelligen Einstieg in die Welt des Physical Computings.
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Einführung in die intuitive und SuS-gerechte CAD-App «TinkerCAD»
TinkerCAD – eine intuitive CAD-Software, die sich ideal für Schülerinnen und Schüler ab dem 4. Schuljahr eignet.
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Making in der Natur – mit dem Maker-Rucksack draussen lernen
Die Modellschule Walenstadt verbindet makerorientiertes Lernen mit Individualisierung, Digitalität und Schülerpartizipation. Im Fokus stehen der improvisierte Makerspace und der Makerrucksack, der das Lernen in der Natur fördert. Die Session zeigt, wie digitales und analoges Lernen verknüpft wird.